19.10.2017

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Das Blaue Buch: Einführung in die Naturheilkunde für Patienten - Teil 2

Was Sie als Patient bei uns wissen müssen... Der erste Teil findet sich ebenfalls im Archiv dieser Homepage.

Homöopathie
Der Grundgedanke der Homöopathie besteht darin, daß der Körper auf dem Weg, den er sowieso gehen will, angeregt und unterstützt wird. Wenn ein Mensch hustet, weil die Lunge sichvon Schleim und Giftstoffen befreien will, regt ein homöopathisches Medikament, z.B. Aconitum D6 aus dem blauen Eisenhut, den Husten an. Das kann manchmal nur eine Stunde dauern und dann ist der Husten für immer behoben. Es kann aber auch einige Wochen dauern, wenn sehr viel Schleim in den Bronchien sitzt. Die Reaktion hängt also von der kranken Person ab.
Diese Erstverschlechterung könnte man auch als Nebenwirkung des Medikaments mißverstehen. Es ist also in der homöopathischen Behandlung wichtig, dem Körper die individuelle Zeit zur Selbstheilung zu zugestehen. Als Gegenbeispiel beschreibe ich kurz das Medikament Codein, das in der Schulmedizin häufig als Hustenmittel eingesetzt wird. Bei entsprechender Dosierung kann man damit jeden Husten schnell unterdrücken. Die möglichen Nebenwirkungen hängen in diesem Fall von der Höhe der Dosis ab und nicht von der Person des Kranken. Codein zum Beispiel macht müde und dämpft die Schmerzwahrnehmung. Nach Absetzen des Medikaments treten die alten Symptome wieder auf, da das Codein das Hustenzentrum im Gehirn abschaltet, aber nicht den Schleim aus der Lunge herausbefördert. Es entwickelt sich also kein Weg der Heilung.
Manche schulmedizinischen Medikamente wie Cortison oder Antibiotika (Penicillin, Tetracyclin, Erythromycin) können die Reaktion des Körpers sogar auf Monate oder Jahre hindurch unterdrücken, so daß für lange Zeit nach der Behandlung mit diesen Medikamenten durch die Symptomfreiheit die Illusion von Gesundheit entsteht. Bei einer naturheilkundlichen Behandlung ist das Ziel nicht nur Symptomfreiheit, sondern z.B. bessere Leistungsfähigkeit, frohere Stimmung und besseres Gespür für Körper und Seele. Die Homöopathie ist eine Sonderform der naturheilkundlichen Medikamentenbehandlung, wobei es oft Übergänge zu anderen Formen gibt. Bei der klassischen Homöopathie sucht man aus dicken Büchern möglichst genau ein einziges Mittel, das auf alle Symptome des Menschen paßt. Überwiegend nimmt man Pflanzenextrakte, es gibt aber auch tierische oder mineralische Medikamente. Oft ist es allerdings leichter, bewährte Kombinationsmittel
auszusuchen, die größere Symptombereiche abdecken.

Beispiele sind:
Traumeel für Verletzungen, Knochenbrüchen, Verrenkungen, Zahnschmerzen und anderen und Schmerzen (gibt es auch als Salbe),
Gastricumeel bei Störungen im Bauchraum, vor allem bei Magenreizungen und Sodbrennen,
GrippHeel bei Erkältungen und Infektionen, vor allem, wenn sie nachts oder sehr plötzlich auftreten,
Spigelon bei Kopfschmerzen und
Spascupreel bei Verkrampfungen, Koliken oder Keuchhusten,
Cefalymphat bei Ohren, Mandel - oder Rachenreizungen.

Als Darreichungsform gibt es Tropfen, Tabletten, Globuli - kleine Milchzuckerkügelchen - die man im Munde zergehenlassen kann, Salben und Ampullen. Ampullen können bei Neuraltherapie die Wirkung verbessern oder steuern. Der geringe Alkoholgehalt der Tropfen ist nicht schädlich. Die pharmakologisch Forschung hat noch kein besseres Auszugsmittel gefunden, um Extrakte aus Pflanzen zu gewinnen, als Alkohol. Für Alkoholiker während einer Entziehungskur können natürlich auch die geringeren Alkoholmengen in einem pflanzlichen Medikament schon zu einem Rückfall führen. Es ist darum auch besonders wichtig, auch in dieser Hinsicht offen mit Ihrem Arzt zu reden.
Eine weitere Besonderheit der Homöopathie ist das Potenzieren. Zur Verstärkung der Wirkung wird das Mittel in Zehnerschritten auf besondere Art verdünnt. D1 heißt ein Zehntel der Stoffmenge, D2 ein Hundertstel, D3 ein Tausendstel. Nach
jedem dieser Potenzierungsschritte enthält das Medikament weniger Stoff des Ausgangsmittels. Ab D23 ist sicher kein einziges Atom der Urtinktur mehr vorhanden. Die Wirkung wird aber stärker und hält unter Umständen länger an.
Bei manchen Mitteln haben sich D6 und D12 als die am besten wirksamen Potenzen erwiesen. Daneben gibt es auch Potenzierungen in Hunderterschritten C1, C2, C3 usw., und in 50000er Schritten LM1, LM2, LM3 usw. Homöopathische Mittel haben
übrigens keinen Beipackzettel, weil die Wirkung je nach Person unterschiedlich ist.
Die Wirksamkeit der Homöopathie wird immer wieder angezweifelt, da aber auch Tiere mit Erfolg homöopathisch behandelt werden, sollten wir nicht mehr darüber diskutieren, ob die Homöopathie wirkt, sondern versuchen uns darin einzufühlen, wie sie wirkt.

Buchtips:
Dahlke, R.
Der Mensch und die Welt sind eins
Kailasch

Dethlefsen, T.
Schicksal als Chanc

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