18.07.2024

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Palliative Medizin und das ärztliche Gelöbnis

Den sogenannten Eid des Hippokrates gibt es in verschiedenen Versionen. Sie alle sagen sehr Ähnliches aus. Hier einige Zitate: „Als Mitglied der ärzt­li­chen Profes­sion gelobe ich feier­lich, mein Leben in den Dienst der Mensch­lich­keit zu stel­len. Die Gesund­heit und das Wohl­er­ge­hen meiner Pati­en­tin oder meines Pati­en­ten werden mein obers­tes Anlie­gen sein. Ich werde die Auto­no­mie und die Würde meiner Pati­en­tin oder meines Pati­en­ten respek­tie­ren. Ich werde, selbst unter Bedro­hung, mein medi­zi­ni­sches Wissen nicht zur Verlet­zung von Menschen­rech­ten und bürger­li­chen Frei­hei­ten anwen­den. Ich gelobe dies feier­lich, aus freien Stücken und bei meiner Ehre.“

Oder an anderer Stelle: "Ich werde niemandem, auch nicht auf seine Bitte hin, ein tödliches Gift verabreichen oder auch nur dazu raten. Auch werde ich nie einer Frau ein Abtreibungsmittel geben. Heilig und rein werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren."
Dieses Gelöbnis verstehe ich so, dass das Leben meines Patienten an erster Stelle steht, auch wenn ein Pflegeteam oder Angehöriger diesen Patienten als sehr belastend empfindet und meint, dieser hätte ja nicht mehr viel vom Leben. Deswegen werde ich niemals auf Wunsch von Pflegekräften Massnahmen ergreifen, die das Leben eines schwer zu pflegenden Patienten verkürzen. Andersherum würde ich niemals gegen den erklärten klaren Willen eines Menschen, der sterben will, eine Zwangsernährung durchführen. Jeder alte Mensch - ob im Altersheim oder zuhause - der nicht mehr leben will, hat das Recht und die Möglichkeit, einfach alles Wasser, jede Nahrung und alle Medikamente zu verweigern. Das tun aber die allerwenigsten alten Menschen. Vielmehr sehe ich immer wieder, dass das letzte Bisschen
Lebensfreude noch mitgenommen und genossen wird.

Der Wunsch und die teilweise recht massiv vorgebrachte Forderung nach "endgültiger Erlösung" oder absoluter Schmerzfreiheit in Form einer lebensverkürzenden Dauernarkose kommt immer wieder von Aussenstehenden. In diesem Zusammenhang muss vielleicht auch noch etwas Wichtiges erklärt werden: genauso wie eine Schwangerschaft keine Krankheit ist, sind Alter und Tod keine Krankheiten, die man einfach wegtherapieren kann. Sie haben ihren eigenen Ablauf, ihren Zeitplan und vielleicht (oder sogar sehr wahrscheinlich) auch einen höheren Sinn, den wir nicht immer verstehen. Deswegen gibt es bei mir keine Morphium-Verordnung "für den Fall, dass...". Wundert es Sie, dass ich dafür schon vielfach angefeindet worden bin?
Wohlgemerkt sprechen wir hier nicht von Krankheiten, die als unheilbar gelten, oder Krankheitsprozessen, die schmerzhaft und schnell fortschreiten, sondern vom Beschluss anderer Menschen, dass "die Grossi jetzt gehen darf" - das mache ich nicht mit. Wenn Grossi sterben will, darf sie jederzeit aufhören, zu essen und zu trinken...


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